pflege emers
bei den meisten echinodorus-arten handelt es sich um sumpfpflanzen, sie können über (emers) oder unter wasser (submers) wachsen. allerdings besitzen ihre außerhalb des wassers gebildeten blätter nicht die fähigkeit, im wasser überleben zu können und umgekehrt.
ist der wasserstand in ihrem lebensraum für längere zeit sehr hoch, z. b. aufgrund der regenzeit, dann passen sie sich daran an, indem sie submerse blätter ausbilden und die emersen absterben. das machen übrigens viele sumpfpflanzen so.
im handel erhält man zumeist emers gezogene pflanzen, die erst beim händler ins wasser kommen. das kann man daran erkennen, dass sie frei von algen sind. während “echte” wasserpflanzen ja gerne mal ein paar davon an ihren blättern haben.
hat man sie ein paar wochen im aquarium, dann verlieren sie ihre emersen blätter und es sieht erstmal so aus, als würden sie absterben. damit einhergehend erscheint aber in der regel bereits das neue blattwerk.
dieses verhalten zeigen sie auch, wenn man sie auf der fensterbank platziert. denn obwohl emers gezogen, sind ihre blätter an die dort meist geringe luftfeuchtigkeit nicht angepasst. sie vertrocknen innerhalb weniger stunden oder tage. um dann nach einiger zeit wieder auszutreiben, mit etwas festeren blättern.

das bild oben zeigt eine echinodorus grandiflorus, links direkt nach dem kauf und rechts mit blättern, die sie als topfpflanze auf dem fensterbrett ausgebildet hat.
die umstellung
wer seine echinodoren im tropenterrarium oder paludarium emers kultivieren möchte, kann sie dort direkt einpflanzen. sollen sie auf der fensterbank wachsen, dann funktioniert die umstellung am besten, wenn man das alte blattwerk komplett abschneidet. das klingt zwar brutal, es würde aber eh absterben.
substrat
die besten erfahrungen habe ich mit mineralischen substratmischungen ohne torfanteil gemacht. handelsübliche blumenerde ist nicht geeignet. die pflanzen wachsen darin zwar am anfang sehr gut, wenn sie aber dauerhaft unter wasser steht, beginnt sie nach einiger zeit zu verfaulen. das riecht nicht nur ziemlich übel, es schadet den pflanzen auf die dauer.
einige meiner schwertpflanzen kultiviere ich in reinem akadama. das ist ein lehmgranulat, es sieht ähnlich aus wie bimskies und wird in der bonsaikultur als zuschlagstoff verwendet. ebenfalls geeignet ist eine lehmhaltige mischung für sukkulenten, die man über den kakteenfachhandel beziehen kann. im aquarienhandel sind aber auch substrate, die auf die emerse kultur von sumpfpflanzen zugeschnitten sind zu erhalten.
feinen bis mittelgroben aquarienkies kann man auch verwenden.
standort
ideal ist ein sonniger standort, auch die mittagssonne wird vertragen. übersommern kann man im garten oder auf dem balkon. dabei gilt es natürlich die temperaturbedürfnisse der jeweiligen art oder sorte zu beachten.
stehen die pflanzen zu dunkel, dann bilden sie nur kleine, flach auf dem boden liegende blätter aus. das machen sie übrigens auch im winter, was dann aber kein grund zur beunruhigung ist. sobald die tage länger werden, wachsen die neuen blätter wieder in die höhe.
gießen
das substrat sollte immer von mindestens einem zentimeter wasser bedeckt sein.
düngen
wie oft man düngen muss, ist von verschiedenen faktoren abhängig, wie z. b. dem nährstoffgehalt des verwendeten substrats.
meine in akadama wachsenden pflanzen erhalten von april bis september einmal im monat handelsüblichen flüssigdünger in der vom hersteller angegebenen konzentration. während des winters dünge ich ebenfalls monatlich, aber dann nur halb konzentriert.
die exemplare in der sukkulentenerde erhalten vom frühjahr bis in den herbst monatlich halb konzentrierten flüssigdünger und werden im winter nicht gedüngt.